Werde mit Nachhaltigkeit ein Vorbild für deine Patient:innen!

Werde mit Nachhaltigkeit ein Vorbild für deine Patient:innen!

Die Gesundheit des Patienten ist wichtig, keine Frage. Aber wie sieht es mit ihrer Verantwortlichkeit für die Nachhaltigkeit aus? Erfahre wie du deine Patienten sensibilisierst und dich über deine Praxis hinaus einsetzen kannst.

Umweltschutz ist Gesundheitsschutz

Hitze, Infektionskrankheiten, Wasser- & Nahrungsmittelunsicherheit, Atemwegserkrankungen, Kindergesundheit und Psychische Gesundheit. Das sind nur die bedeutendsten Schlagwörter, wenn es um die gesundheitlichen Risiken geht, die durch die Klimakrise verstärkt werden.

"Das ist der heißeste Sommer aller Zeiten"-"Nee, das ist der kälteste Sommer, den du noch erleben wirst"

In den folgenden Jahrzehnten werden die Durchschnittstemperaturen in Deutschland weiter steigen und somit auch die Auswirkungen auf Mensch und Umwelt.

Weitere Informationen dazu findet man auf der Seite von KLUG - Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit, die umfangreiche Informationen zu dem Thema gesammelt und frei zur Verfügung stellen.

Wie wirken sich diese Änderungen also auf deinen Praxisalltag aus?

Besonders an warmen Tagen wird es dazu kommen, dass der Warteraum immer voller wird. Bis 2030 wird damit gerechnet, dass 30.000 zusätzliche hitzebedingte Todesfälle durch den Klimawandel verursacht werden. Außerdem müssen sich Ärzt:innen auf neue Krankheiten einstellen, die aus wärmeren Breitengraden in unsere wandern. Wie z.B. die Tigermücke, die Überträger des Dengue- und Chikungunya-Virus ist.

Nachhaltige Aufklärung hilft

Du bist mit deiner Praxis nicht alleine für die Nachhaltigkeit verantwortlich, das schonmal vorab. Allerdings kannst du deinen Teil dazu beitragen und dazu kann es schon reichen, andere für das Thema zu sensibilisieren. Nicht mehr alles nur hinzunehmen und Flagge zu zeigen sind wichtige erste Schritte. Besonders wenn sie von den Patienten wahr genommen werden.

Wie viele Menschen laufen tagtäglich durch die Praxis?

Wenn zumindest ein Teil darauf aufmerksam gemacht und erklärt werden kann welche Auswirkungen die Klimakrise auf deren Gesundheit hat, hast du schon viel getan. Je mehr Menschen die Folgen verstehen, desto mehr werden auch danach handeln.

Was du für eine nachhaltige Aufklärung tun kannst

  • Biete Klimasprechstunden an (weiteres dazu gibt es hier). Deine Chance, Gesundheit und Umweltschutz miteinander zu vereinen.
  • Hänge gut sichtbar Infoplakate auf, die auf sparsame Nutzung von Strom, Wasser und Wärme hinweisen. Oder die zeigen, was deine Praxis bereits tut, um nachhaltiger zu sein. Sprich uns an, wir haben da was vorbereitet.
  • Gib deinen Patienten Aufklärungsflyer mit (ACHTUNG: Der Druck der Flyer ist nicht unbedingt nachhaltig. Man kann auch QR-Codes anbieten, die auf eine Seite verweisen. z.B. unsere ;-) )
  •  Platziere Fahrradständer sehr präsent und weise mit Schildern darauf hin, dass jede Fahrradtour einen guten Beitrag leistet - für Umwelt und Gesundheit. Das Auto darf gerne zu Hause bleiben.
  • Lass deine Patienten ihre eigenen Handtücher und Becher mitbringen. Die Sachen werden weiter genutzt und man muss keine Einmalprodukte benutzen. Sicherlich werden sie fragen was das soll, dann kannst du ihnen deine gute Absicht dahinter erklären.
  • Möglicherweise kannst du deinen Patient:innen ein Bonussystem anbieten. Wenn sie genug Umweltstempel haben, bekommen sie eine kleine Überraschung.
  • Du kannst auch zu einer Nachhaltigkeits-Challenge aufrufen. Einige Patient:innen lassen sich bestimmt dazu überreden, bei einer Müllsammelaktion am Strand mitzuwirken.

Über die Grenzen der Praxis hinaus

Du siehst, auch außerhalb deiner Praxis kannst du einiges tun, um nachhaltiger zu sein. Die Patient:innen sind ein Faktor von vielen, den man beachten sollte. Es hört sich erst einmal nach viel Arbeit an, allen zu erklären warum man seine Prozesse in der Praxis umstellt. Die meisten werden es aber mit Verständnis und Interesse aufnehmen und im besten Fall in ihrem eigenen Umfeld verbreiten.

Hast du schon einen oder mehrere der vorgestellten Punkte umgesetzt und hast noch weitere Ideen wie Patient:innen zu mehr Nachhaltigkeit motiviert werden können? Dann hinterlasse uns doch gerne einen Kommentar!

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